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Neuruppin - Pfarrkirche St. Marien 



Pfarrkirche St. Marien 


Kirchplatz 16816 Neuruppin

Die Neue Pfarrkirche St. Marien wurde in den Jahren 1801 bis 1806 erbaut, da der Altbau (erbaut Mitte des 13. Jahrhunderts) durch den großen Stadtbrand 1787 stark zerstört wurde. Die Architekten Berson und Engel planten eine evangelische Predigtkirche. Sie setzten den Kanzelaltar in die Mitte, dem Haupteingang gegenüber. Darüber fand die Orgel ihren Platz. Oberhalb der Eingangtüren befinden sich zwei großzügig geschwungene Emporen. So ist ein festliches Zentrum des Kirchenraumes entstanden, das den Besucher verwöhnt mit optischer Ausgewogenheit. Über den langen Raum erstreckt sich ein mit Putz versehenes Tonnengewölbe.
Bei der äußeren Gestalt werden die Blicke des Betrachters vom Mittelbau angezogen. Zur Straßenfront ist er als Kuppelbau gestaltet. In diesem vorspringenden Halbrund finden wir das Eingangsportal. Darüber wölbt sich die ovale Kuppel wie ein "Bienenkorb", mit Ziegeln gedeckt, von vier Schalltüren unterbrochen, hinter denen sich das Geläut mit drei Glocken befindet. Auf die Kuppel wurde eine turmförmige "Laterne" gesetzt. Sie enthält eine kleine Plattform und darüber die Zifferblätter der Uhr. Zum Kirchenplatz hin zeigt der Mittelteil einen Ausbau, der von vier ionischen Pilasten bestimmt ist. In ihm befindet sich die Sakristei und darüber ein Musik- und Bibliotheksraum.
Die Fassade des Kirchenschiffes wird beherrscht von den hohen, dreifach unterteilten Fenstern, die oberhalb kreisförmig sind. Das Kirchendach, ein Walmdach aus Bohlenbindern, wirkt verhältnismäßig flach und lenkt somit das Auge nicht von dem Anblick der Fassade ab.
Heute wird das Gebäude als Kongress- und Veranstaltungszentrum genutzt.