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Neuruppin - Klosterkirche St. Trinitatis 



Klosterkirche St. Trinitatis 


Niemöllerplatz 16816 Neuruppin
Bild des Objektes

Das Kloster gründeten 1246 Pater Wichmann von Arnstein und sein Bruder Gebhard von Arnstein,  als erste Niederlassung der Dominikaner auf märkischem Boden. Die Neuruppiner Klosterkirche zählt zu den wenigen Gebäuden, die den Stadtbrand überlebt haben. Chor und Langhaus gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, wobei das mit Kreuzrippen überwölbte Schiff etwas jünger ist.
Nach der Säkularisierung des Klosters 1541 (Kurfürst Joachim II.) wurde die Anlage 1564 der Stadt als Spital zur Nutzung übergeben.
Im Dreißigjährigen Krieg plünderten schwedische Truppen die Klosterkirche und die Grabstätten des Stadtgründers Gebhard von Arnstein und seines Bruders. Von 1806 bis 1808 diente die Kirche und das Klostergelände, während der französischen Besatzung, als Lazarett, Mehllager und Feldbäckerei. Bis auf die Klosterkirche wurden 1816 alle Gebäude abgerissen und zwanzig Jahre später,  nach einem Schinkelentwurf, wurde der Sakralbau umfassend instand gesetzt.
Der 1693/94 erneuerte Dachreiter wurde dabei durch einen dreistöckigen Holzturm ersetzt. Dieser mußte jedoch 1882 wieder abgerissen werden. Die Errichtung der Zwillingstürme zwischen Chor und Langhaus geschah 1904 bis 1907, durch den Architekten Ludwig Dihm. Diese sind heute das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. 1974 bis 1978 erfolgte eine umfassende Restaurierung  nach dem Entwurf Schinkels. Der Orgelprospekt von 1844 und die Westempore wurden beseitigt.
Die Sandsteinstatue des "Pater Wichmann" sowie die in die Chorwände eingelassenen vier Reliefs mit biblischen Themen, aus dem 14. Jahrhundert, blieben erhalten.
Zur Rekonstruktion und Nutzung der Klosterkirche wurde am 05. Juli 2004 ein Förderverein gegründet.


Ein schöner schattiger Platz, gleich neben der Kirche, ist das Rondell der alten Stadtmauer, auf dem ein Baum steht. Von hier schaut man weit auf den Ruppiner See, die Seepromenade zu Füßen der Kirche läd zum Verweilen ein. 

 

Text: wurde von RTS, Rheinsberg zur Verfügung gestellt
Foto : W. Kirste April 2004