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Rheinsberg - Zeittafel Rheinsberg ab 1990 



Zeittafel Rheinsberg ab 1990 


16831 Rheinsberg

1990 geht das Kernkraftwerk vom Netz.
Es finden erneut Kommunalwahlen statt. Die meisten Stimmen erhalten die SPD (27 %), die CDU (23 %) und das Neue Forum (17 %). Das Stadtparlament wird von 25 Abgeordneten gebildet.
 
1991 werden die Musikakademie, der Wirtschaftsförderungsverein WiR und die Arbeitsbeschaffungs-, Beschäftigungs- und Strukturförderungsgesellschaft RABS gegründet.
April 1991 Eröffnung des Schloßmuseums und der Kurt Tucholsky Gedenkstätte.
Auf der Schloßinsel führt man die erste Kammeroper auf.
Rheinsberg und Ascheberg besiegeln ihre Städtepartnerschaft.
Mehrere Straßen und Plätze werden rück- oder umbenannt.
 
1992 erhält die Berliner Straße eine Bitumendecke. Am Kiefernweg entsteht eine digitale Vermittlungsstelle der Telekom, und es beginnen die Arbeiten an einem modernen Telefonnetz und an einem Fernwärmenetz der Stadtwerke.
Nach 47 Jahren gründet sich die Schützengilde neu. Die Kirche veranstaltet zum ersten Mal seit 1939 das traditionelle Möskefest.
 
1993 erhält Rheinsberg Anschluß an das Erdgasnetz, ein Handelszentrum an der Rhinstraße und einen Sonderpoststempel.
Die Kurt Tucholsky Gedenkstätte zeigt die erste eigene Dauerausstellung zu Kurt Tucholsky.
Die Deutsche Alleenstraße wird von Rügen bis vorerst Wittenberg eröffnet.
Aus den Kommunalwahlen geht die SPD mit 42 % als Sieger hervor, gefolgt von CDU (18 %) und PDS (17 %). Die Zahl der Parlamentssitze verringert man auf 18.
 
1994 werden die Städtepartnerschaften mit Fangasso (Mali) und Mariefred (Schweden) geschlossen.
Die gesamte ehemalige KKW-Siedlung wird modernisiert und das "Deutsche Haus" zum Hotel umgebaut. Es entsteht die Rhinpassage, und das Blockheizkraftwerk geht in Betrieb.
Auf dem Kirchplatz steht nach fast 5 Jahrzehnten wieder das Kriegerdenkmal.
 
1995 legt eine 1705 Meter tiefe Thermalbohrung den Grundstock für ein künftiges Kurgebiet.
Huber Heights (USA) und Toftlund (Dänemark) reihen sich in die Partnerstädte Rheinsbergs ein.
Das Denkmal des jungen Friedrich kehrt wieder an seinen alten Platz vor dem Schloßparkeingang zurück.
Mit der Rheinsberger Keramik-Manufaktur nimmt die zweite Steingutfabrik ihre Produktion auf und im Herbst findet der erste Töpfermarkt statt.
Zum ersten Mal wird die Stelle eines Stadtschreibers besetzt.
 
1996 präsentiert sich der Kirchplatz nach einer größeren Umgestaltung in einer neuen, aber umstrittenen Form.
Die Förderschule zieht aus der Baracke in einen Neubau um, und im Friedrichzentrum eröffnen die ersten Gewerberäume.
Mit dem Multimedia-CafĂ© wird der Grundstock für den Anschluß Rheinsbergs ans Internet gelegt.
Die Stadtwerke beginnen mit der Förderung von Wasser aus der Thermalsole, die auf den Namen "Prinzenquelle" getauft wird.

1997 Der Heimat- und Verkehrsverein "Rheinsberger Seenkette" teilt sich in zwei Vereine. Die Stadtbibliothek findet in der Schloßstraße ein neues Heim. In der Seestraße kann das Hotel "Der Seehof" eröffnen. Der umfangreiche Neubau der Reha-Klinik Hohenelse geht in Betrieb. Die Schlossinsel ist neu gestaltet. Zum ersten Mal veranstalten Kulturschaffende die "Lange Nacht der Künste".

1998 erhält Rheinsberg abermals den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort". Bei Paulshorst veranstalten 4000 Pfadfinder aus dem In- und Ausland ihr Bundestreffen.

1999 entsteht mit dem wiedererbauten Schlosstheater ein neuer Kulturtempel. Zechlinerhütte und Menz sind nun auch per Radweg erreichbar. Die "Deutsche Tonstraße" verbindet alte Keramikstandorte. Die Deutsche Post AG schließt ihre Filiale in der Schloßstraße. Aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Eisenbahnlinie findet das erste Bahnhofsfest statt. Anwohner der Karl-Marx-Str. erreichen die Rückbenennung in Königstraße.

2000 Auf seiner Reise durch die neuen Bundesländer macht Bundeskanzler Schröder auch in Rheinsberg halt. Die Meilensäule am Triangelplatz wird rekonstruiert.

2001 Der Naturpark "Stechlin-Ruppiner Land" stellt große Flächen unter Schutz. Aus der Musikakademie wird eine Einrichtung des Bundes. Im Betriebsteil der Berlin Chemie AG geht die Produktion zu Ende. Deutschlands erstes barrierefreies Hotel "Haus Rheinsberg" öffnet seine Pforten.

2002 Prinz-Heinrich-Jahr: seine Parade-Schlafkammer im Schloss ist rekonstruiert, ebenso die Grabpyramide, die August-Wilhelm-Büste und der Obelisk im Park, und auch der Leuchtturm erstrahlt in neuem Glanz. Eine große Ausstellung mit Exponaten aus aller Welt erinnert an das Leben des Prinzen. Am Rheinsberger See wird das ehemalige FDGB-Heim gesprengt, um Platz für das neue Hafendorf zu machen.

2003 Zwei neue Ehrenbürger werden ernannt: Hans-Joachim Giersberg, ehem. Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie posthum der Kommunalpolitiker Christian Carstens. Die Restaurierung des Marstalls ist abgeschlossen. Die Feuerwehr bezieht ihre neue Wache. Rheinsberg und seine umliegenden Dörfer schließen sich zur Großgemeinde zusammen.

2004 Aus der Kurt-Tucholsky-Gedenkstätte wird ein Literaturmuseum. Im Schlosspark wird die historische Gartenmauer rekonstruiert.

2005 Ein fremdenfeindlicher Brandanschlag führt zu Kundgebungen und Solidaritätsaktionen der Bevölkerung. Die Deutsche Bahn tauft einen ICE auf den Namen "Rheinsberg".