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Neuruppin - Alexander Gentz 



Alexander Gentz 


16816 Neuruppin
Bild des Objektes

Alexander Gentz wurde 1826 in Neuruppin geboren, besuchte die Schule und verbrachte hier seine Kindheit und Jugend. Nach der Handelsschule in Magdeburg reiste er nach Paris, London und Antwerpen. In Paris erlebte er 1848 die Revolution, die ihn nachhaltig prägte.
In Algier entdeckte er den Orient, dem er zeitllebens verbunden blieb.

1853 bis 1856 Umgestaltung des Tempelgartens
1856 Heirat mit Helene Campe, der Tochter des Heinrich-Heine-Verlegers aus Hamburg
1857 Übernahme der Geschäfte des Vaters (Torf- und Bankunternehmen, Kolonialwaren)
1857 Gründung des Familiengutes "Gentzrode"

Das Torfgeschäft als Wärmequelle Berlins floriert und bringt auch Wohlstand für die Familien der anliegenden Dörfer.
Alexander Gentz unerschöpfliche Kreativität, sein hohes soziales Engagement, sein künstlerisches und historisches Interesse (Zuarbeit für Theodor Fontane an dem Wanderungsband "Grafschaft Ruppin") und sein fester willensstarker Charakter waren in Wirtschafts-, Politik- und Kunstkreisen des Berliner Umlandes anerkannt.
Sein wirtschaftlicher Konkurs im Frühjahr 1880, bedingt durch das Verdrängen von Torf als Brennstoff, löste tiefe Erschütterungen aus. Nur das kleinherzige Neuruppin erfreute sich des Fallissement des "Königs von Neuruppin", der aber innerhalb weniger Wochen seine Gläuber auf Heller und Pfennig auszahlte.
1886 verließ er Neuruppin und begann in Stralsund noch einmal ein Geschäft.
Hier starb er am 03.Juli 1888. Beigesetzt wurde Alexander Gentz in der Begräbnisstätte der Familie in Ruppin.
Theodor Fontane widmete ihm in der "Graftschaft Ruppin" eine bleibende Erinnerung.