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Angezeigt werden 2 Einträge aus Gransee
Falscher Waldemar    
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16775 Gransee

Die Geschichte vom falschen Waldemar


In den Jahren 1300-19 herrschte in Brandenburg ein askanischer Markgraf Namens Waldemar, zuweilen auch Woldemar genannt. Als dieser etwa 40-jährig starb, folgte ihm Ludwig IV. auf den Thron, der erste Wittelsbacher.
Nicht jedem im Land gefiel der neue Herr. Manches Adelsgeschlecht und viele Städte widersetzten sich ihm. Da kam es gerade zupass, dass Waldemar wieder auftauchte mit der Erklärung, er sei nur mal zu einer Pilgerfahrt in Jerusalum gewesen. Der da im Grab liege, sei der Falsche. Nur allzu gerne glaubten die Menschen dem Scharlatan, der dem echten Waldemar wohl auch ähnlich gewesen sein muss. Nur wenige hielten Ludwig dem Wittelsbacher die Treue.
Eine unruhige Zeit brach an. Der neue Markgraf hatte alle Schwierigkeiten, seinen Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Doch es kam, wie es kommen mussste. Der Schwindel flog auf und Mitte des 14. Jahrhunderts erklärten Adel und Städte dem Markgraf ihre Loyalität.
Jene Städte aber, die dem falschen Waldemar gehuldigt hatten, wurden gezwungen, ihre Tore zuzumauern. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als daneben neue Öffnungen in die Mauer zu schlagen. Auf diese Weise blieb das Ruppiner Tor bis 1818 verschlossen - und der kleine Bogen nebenan wird bis heute "Waldemartor" genannt.
Und was wurde aus dem falschen Waldemar? Der starb vermutlich 1357 in Dessau und erhielt vom Anhaltiner Fürsten eine markgräfliche Bestattung.


Zeittafel    
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16775 Gransee

Die Besiedlung der Granseer Gegend lässt sich bis in die Bronzezeit (ca 2000-800 v. Chr.) nachvollziehen.


1134 Askanier Albrecht I. (der Bär) wird mit der Nordmarkt belehnt, Beginn deutscher  Besiedlung
1262 Verleihung des Stadtrechtes durch Markgraf  Johann von Brandenburg
1270 Baubeginn der Marienkirche. Die ältesten Teile stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert
1285 Erwerb der Zolldammgerechtigkeit
Um 1300 Bau des Franziskanerklosters und des Heilig-Geist Hospitals mit der Kapelle San Spiritus
1316 Schlacht bei Gransee. Markgraf  Waldemar kämpft erfolglos gegen mecklenburgische Fürsten
1319 Markgraf Waldemar verpfändet die Stadt Gransee an die Grafen von Ruppin und Lindow. Gransee gehört somit zur Grafschaft Ruppin. In diese Zeit fiel der festungsartige Ausbau der Stadt
Um 1330-40 Bau der Granseer Stadtmauer mit Toren und Weichhäusern
1450 Ruppiner Tor wird erbaut
1524 die Grafschaft Ruppin geht nach dem Aussterben des Geschlechtes der Grafen von Ruppin und Lindow an den Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg
1561 im Zuge der Reformation wird das Kloster an den Magistrat der Stadt verkauft. In den Jahren 1518, 1589, 1604, 1606 und 1621 verwüsten Großbrände die Stadt
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg, Kaiserliche und Schweden durchziehen die Stadt. Tributforderungen Raub und Brandstiftungen zermürben die Bevölkerung
1674-1675 Schwedisch-brandenburgischer Krieg, Plünderung der Stadt durch Schweden
1711 Erneuter Großbrand in Gransee, 268 Häuser, Rathaus und große Teile der Kirche abgebrannt. Der heute bestehende Grundriss der Stadt geht auf den Wiederaufbau nach dem Brand zurück
1714-1715 Neubau des Rathauses am Kirchplatz. Für die Wiederherstellung der Kirche ließ Friedrich Wilhelm I. in Brandenburg eine  Kollekte erheben
1733 Straßenpflasterung auf den Märkten
1756-1763 im siebenjährigen Krieg erleidet die Granseer Bevölkerung schwere materielle Verluste. Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, besonders in der Tuchproduktion
1800 in Gransee gibt es 247 Handwerksmeister und 87 Ackerbürger
1810 Tod der preußischen Königin Luise, deren Leichnam während der Überführung von Hohnenzieritz bei Neustrelitz nach Berlin - Charlottenburg für eine Nacht, vom 25 zum 26. Juli, in Gransee aufgebahrt wird
1811 Feierliche Einweihung des Luisendenkmals, das nach dem Entwurf  von Karl-Friedrich Schinkel in der Eisengießerei zu Berlin angefertigt wurde
1813 Teilnahme der Granseer Bürger an den Befreiungskriegen (22 Opfer)
24.02.1813 Befreiung der Stadt durch russische Truppen
1814 Friedenseiche vor der Kirche gepflanzt
1862 erste Stadtschule am Klosterplatz
1875 Eröffnung der Nordbahn
1877 Gransee erhält Anschluss an das Reichsbahnnetz
1878 hielten die ersten Züge am Bahnhof südöstlich der Stadt
1881 Freiwillige Feuerwehr gegründet
1889 Beginn des Anlegens der Obstkulturen in Gransee
1900 Bau des Elektriziätswerkes
1901 Einweihung des Kriegerdenkmals
1908 Produktionsaufnahme der Granseer Ziegelei
1909 Einrichtung des Städtischen Wasserwerkes
1911 Bau der Katholischen Kirche im Neuromanischen Stil
1914 Eröffnung der Konservenfabrik
1914-1918 der I. Weltkrieg, 128 Ganseer Opfer des Krieges
1925 Einweihung des Rathauses in der Baustraße
1929-1933 Bau der heutigen Stadtschule I. , ein Klinkerbau der stilistischen gemäßigten Moderne zuzuordnen ist
1935 Inbetriebnahme des neuen Postamtes in der Koliner Straße. Einweihung der Bauernhochschule, ab 1950 zum Krankenhaus umfunktioniert
1938 Überfall und Verschleppung der jüdischen Familie Michaelis in ein Konzentrationslager
1939-1945 der 2. Weltkrieg, 162 Bürger wurden seine Opfer
30.04.1945 Befreiung der Stadt durch die Sowjetarmee
06.05.1945 Bildung der ersten demokratischen Stadtverwaltung
01.10.1945 Neubeginn des Schulunterrichts
September 1952 Gransee wird Kreisstadt des gleichnamigen Kreises
1960 Einweihung des neuen Sportplatzes an der Berliner Straße
1962 Fertigstellung der Werner-Seelenbinder Schule (heute Werner von Siemens Gesamtschule)
1971 Bau der Umgehungsstraße B 96
1981 Fertigstellung der Dr. Salvador Allende Schule (heute Gymnasium)
1992 Beginn einer umfassenden Stadtsanierung, Gransee wird Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen"
1993 Bildung des Kreises Oberhavel, Gransee verliert die Funktion als Kreisstadt
1994 Einweihung der Dreifachturnhalle
1995 Umfassende Sanierung des Ruppiner Tores und der Granseer Stadtmauer
Seit 1997 sind weitere Gemeinden der Stadt Gransee beigetreten.



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